Politik gegen Hunger VII – Das Recht auf Nahrung ist Menschenrecht

hunger_fnalfinalKöln, 12.09.2008: Das KATALYSE Institut organisiert und bereitet in Kooperation mit FIAN-International und FIAN-Deutschland für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die siebte internationale Konferenz „Politik gegen Hunger“ vor. Die diesjährige Konferenz widmet sich den aktuellen Fragen der globalen Ernährungssicherheit und findet vom 08. – 10.12.2008 in Berlin statt.

Die Konferenzreihe widmet sich den aktuellen Fragen der globalen Ernährungssicherheit und bietet ein offenes, internationales Diskussionsforum zum Thema Ernährungssicherung. Ziel ist es, im Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft neue Gestaltungs- und Handlungsperspektiven im weltweiten Engagement gegen den Hunger und seine Ursachen zu eröffnen. Vor dem Hintergrund des 60. Jahrestages der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte lautet das diesjährige Konferenzthema „Das Recht auf Nahrung ist Menschenrecht“. Zentraler Schwerpunkt wird die nationale und internationale politische Umsetzung und die Einklagbarkeit des Rechts auf Nahrung sowie der Zugang zu natürlichen Ressourcen sein.

Hintergrund

Stark steigende Preise für Grundnahrungsmittel haben in den vergangenen Monaten zu Protesten, Unruhen und Hungerkämpfen in zahlreichen Ländern geführt. Derzeit leiden über 850 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung. Durch die aktuelle Lebensmittelkrise könnte sich die Zahl um bis zu 100 Millionen Menschen erhöhen. Die Herausforderung, die Zahl der vom Hunger betroffenen Menschen bis zum Jahr 2015 zu halbieren, wird dadurch immer größer. Die internationale Gemeinschaft hat sich dazu bekannt, auf diese Ernährungskrise und die strukturellen Ursachen des Hungers, Antworten zu finden und entsprechende Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Die Konferenz „Politik gegen Hunger“ bietet ein Diskussionsforum, das insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung des Rechts auf Nahrung Lösungsansätze aufzeigen will.

Themenschwerpunkte der Konferenz

Vor dem Hintergrund des 60-jährigen Bestehens der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte widmet sich die Konferenz unter dem Motto „Das Recht auf Nahrung ist Menschenrecht“ folgenden Schwerpunkten:

  • Das Recht auf Nahrung und der Zugang zu natürlichen Ressourcen
  • Erfahrungen bei der nationalen Umsetzung der Leitlinien zum Recht auf Nahrung
  • Das Recht auf Nahrung als Kriterium für kohärente internationale Politik
  • Die Einklagbarkeit des Rechts auf Nahrung stärken.

Die Konferenz wird als offenes Diskussionsforum organisiert und bietet Raum für die verschiedenen Interessenvertreter und ihre Anliegen. Präsentationen anerkannter Experten schaffen im ersten Teil der Konferenz die Ausgangsbasis für die nachfolgenden Diskussionen. Im zweiten Teil sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, um die Kernproblematiken der Konferenzschwerpunkte herauszuarbeiten. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Arbeitsgruppen werden im Plenum vorgestellt, diskutiert und schließlich dem Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz überreicht.

Die Konferenz wendet sich an Entscheidungsträger und interessierte Akteure der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft, Mitglieder politischer Entscheidungsgremien (Parlamentsausschüsse, Ministerien aus dem In- und Ausland), Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Menschenrechte, Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung/Umgang mit natürlichen Ressourcen, Vertreter nationaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus dem Bereich der Welternährung und Menschenrechte, Vertreter aus internationalen Organisationen (FAO, andere UN-Organisationen).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Konferenzreihe:

www.policies-against-hunger.de

Über KATALYSE Institut

Das KATALYSE Institut engagiert sich als unabhängiges Forschungsinstitut für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd. Mit einem sozial-ökologischen Forschungsansatz erarbeiten wir Lösungsangebote für gesellschaftliche Problemstellungen. Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen ‚Ernährung und Gesundheit‘, ‚Bauen und Wohnen‘ und ‚Nachhaltiger Konsum‘.