Sozial-ökologische Ernährungs- und Gesundheitsforschung
Die sozial-ökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.
Der Förderschwerpunkt “Sozial-ökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen miteinander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die natur- und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.
Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozial-ökologische Forschung vor. Im Jahre 1999 wurde im Auftrag des BMBF mit Unterstützung der deutschen Ökoforums-Instituten (ISOE, Ökoinstitut, IÖW, KATALYSE) der neue Forschungsschwerpunkt erarbeitet. Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungschwerpunktes erstellt. Von 2001 bis 2005 war das KATALYSE Institut am Projekt EVALUNET – Evaluationsnetzwerk für transdisziplinäre Forschung beteiligt.
Von 2002 bis Ende 2005 führte der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Instituten das BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Strategien für sozial-ökologische Transformationen im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt-Ernährung-Gesundheit" durch. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens wurden u.a. in den Büchern "Ernährungswende - eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft" (2006) und "Vom Acker auf den Teller - Impulse der Agrar- und Ernährungsforschung für eine nachhaltige Entwicklung" (2007) veröffentlicht.