Aufbau einer geregelten Volldeklaration für Bauprodukte

R-SymbolZum Projektstart des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten FuE-Vorhabens erklärt die Arbeitsgemeinschaft kontrolliert deklarierte Rohstoffe (ARGE kdR e.V.): Am 20.12.2005 hat die ARGE kdR von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Förderzusage erhalten, um eine geregelte Volldeklaration für Bauprodukte aufzubauen und im Internet zu veröffentlichen.

In diesem Vorhaben wird eine Systematik zur Erfassung von Bauprodukten erarbeitet, die alle eingesetzten Substanzen eines Produktes erfasst und nach Art der Ressource – fossil, metallisch-mineralisch und nachwachsend zuordnet.

In diesem Zusammenhang werden auch die rechtlich, relevanten Sicherheitsdatenblätter und Zulassungsbestimmungen für Produkte erfasst und nach internationalen Standards bezeichnet. Im Besonderen werden auch die neuen Kennzeichnungsverpflichtungen aus den diversen EU-Richtlinien und die nationalen Gesetzesvorgaben abgebildet, mit denen Bauakteure und Konsumenten die
Gefahrstoffpotenziale von Produkten und Substanzen
erkennen und abwägen können.

DBU-LogoDie neue Informationsdatenbank soll neben der Transparenz bezüglich des Ressourcenverbrauches den Einsatz und den Umgang mit Gefahrstoffen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Profitieren werden sowohl die Hersteller durch das verringerte Produkthaftungsrisiko, als auch die Konsumenten, die mit der Volldeklaration für sensible und sensibilisierende Inhaltsstoffe und Anwendungsbereiche eine Entscheidungsgrundlage vorfinden. Die Konsumenten können sich damit gesundheitlich präventiv schützen und die Hersteller werden zur Substitution von Gefahrstoffen und besonders gefährlichen Substanzen angeregt.

Mit einer R-Symbolik, die den Ressourceneinsatz anzeigt und einer beigefügten Produktkennziffer wird auf die Informationsdatenbank verwiesen. Neben der geregelten Volldeklaration werden auch weitere produktspezifische Daten und Informationen zum Produkt und zur Verarbeitung veröffentlicht.

Der Aufbau dieser Datenbank wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet und von den Paten für Generationen unterstützt. Sowohl der Rat für Nachhaltige Entwicklungen (RNE), als auch der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUTH) haben der Bundesregierung diese Maßnahme zur Umsetzung empfohlen.

Durch dieses Vorhaben wird es möglich sein, auch nach einer Nutzungsdauer von vielen Jahren die Inhaltsstoffe von Produkten zu identifizieren.

Projektleitung:

Holger König – Vorstand der ARGE kdR e.V.

Projektteilnehmer:

ARGE kdR e.V., Frankfurt am Main
Agentur 21, Karlsruhe
KATALYSE Institut, Köln
Institut für Ökologie und Ökonomie im Wohnungsbau der Universität Karlsruhe

Beteiligte Hersteller:

AEREX Haustechnik Systeme GmbH, Villingen-Schwenningen
Anton Schöb - Fenster+Treppenbau GmbH & Co KG, Winterrieden
BIOFA Naturprodukte W.Hahn GmbH, Boll
Deutsche Heraklith GmbH, Simbach am Inn
Hati GmbH, Berlin
Hock GmbH & Co KG, Nördlingen
Moll bauökologische Produkte GmbH, Schwetzingen
Livos Pflanzenchemie GmbH
Zent-Frenger Gesellschaft für Gebäudetechnik mbH, Heppenheim