DKK-Plakatausstellung mit Bürgerideen vom 12. bis 27.12. technischen Rathaus in Deutz

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Köln, den 16.12.2011: Seit dem 12.12.2011 ist in der Magistrale des technischen Rathaus in Köln-Deutz die Plakatausstellung „Kölns Klima wandeln“ zu sehen. Zu besichtigen sind dort bis zum 27.12. 33 Ideen von Kölner Bürgerinnen und Bürgern für Kölns „grüne“ und klimaschonende Stadtentwicklung. Eingereicht wurden die Ideen anlässlich des gleichnamigen Ideenwettbewerbs der Initiative Dialog Kölner Klimawandel, der im Frühjahr diesen Jahres ausgerufen war.

DKK-Ausstellung in der Magistrale des technischen Rathauses in Köln-Deutz

Gesucht wurden in dem Wettbewerb Vorschläge, die praktisch zeigen sollten wie Köln künftig mit den Herausforderungen des Klimawandels und urbaner Nachhaltigkeit umgehen kann. Die eingereichten Ideen stammen aus den Workshops des Dialogprojektes (fünf Ideen) und der Kölner Bürgerschaft (28 Ideen). Die Ideen sind so vielfältig wie die Kölner Bürger - sie reichen von Einzelideen wie dem Recyceln des Kölner Brunnenwassers, dem Einsatz von Elektrobussen über die Verbindung der Einzelelemente des  inneren Grüngürtels bis zu ausgefeilten Konzepten für klimaneutrale und autofreie Stadtteile.

Fünf der eingereichten Ideen stammen aus den Workshops des Dialogprojektes und 28 aus der Kölner Bürgerschaft. Alle eingereichten Bürgerideen erhalten von Seiten des DKK-Sekretariats Empfehlungen und fachliche Hilfestellung für die Weiterentwicklung und Umsetzungen der Ursprungsidee.

Auszeichnungen im Rahmen des Ideenwettbewerbes 2011

Alle im Ideenwettbewerb eingereichten Bürgerideen erhalten von Seiten des DKK-Sekretariats Empfehlungen und fachliche Hilfestellung für die Weiterentwicklung und Umsetzungen der Ursprungsidee. Einige der von unabhängigen Experten besonders hervorgehobenen Ideenskizzen wurden mit Fördermitteln von insgesamt 10.000,00 Euro belohnt, um die Ansätze weiter zu entwickeln bzw. zu verwirklichen.
Nach einer Prüfung durch unabhängige Experten wurden fünf thematische Auszeichnungen vergeben und weitere drei Projekte mit besonderen Anmerkungen wegen ihrer innovativen Ansätze oder strategisch weitreichenden Wirkungsmöglichkeiten hervorgehoben.

                                        

Ausstellungseröffnung durch Dezernent Bernd Streitberger

Im Themenbereich Grünflächen wurden die Ideen „Kölns wildes Grün“ und „CO2-Bilanzierung Kölner Grünflächen“ im Verbund ausgezeichnet, um die ökologisch oft wertvollen „wilden“ Grünbereiche auf Brachflächen wie auch das offizielle Grünflächensystem mit Bürgerhilfe zu kartieren und dessen Wichtigkeit für das Stadtklima zu verdeutlichen.

Themenbereich Verkehr: Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Idee, einen "Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit" einzurichten: Mit dieser Idee würde Köln an einem Sonntag pro Jahr zu einer verkehrsfreien Stadt und zum Labor für künftige Veränderungen. Die Bedeutung des Verkehrs würde durch sein pures Nicht-Vorhandensein für alle Bürger sinnlich positiv erfahrbar. Auf den Straßen finden Picknicke statt, Sportvereine organisieren Turniere. Es gibt Konzerte, aber auch Initiativen der Zivilgesellschaft, die sich vorstellen.

Im Themenbereich Klimaschutz, Energie und Soziales wurde schließlich der Vorschlag eines "Ökosozialprojekts Holzhof Köln" prämiert. In ihm sollen die Qualifizierung und Integration von Langzeitarbeitslosen mit der Erzeugung von klimaschonenden Holzbrennstoffen aus den städtischen Forstbeständen verbunden werden. In dem Themengebiet Klimaschutz und Klimawandel war die Auswahl für Experten und DKK besonders schwierig, da sich hier mehrere Ideenskizzen als besonders innovativ und vielversprechend erwiesen. Letztendlich gab für die Auszeichnung den Ausschlag, dass die Idee Holzhof Köln bereits sehr konkret eine Verbindung von Sozialem und Klimafreundlichkeit beschreibt und die anderen Ansätze des Themengebietes über eine vertiefte DKK-Beratung und –Hilfestellung zu weiteren Ausarbeitung und Verwirklichung erhalten.

Ein ganz anderes Ziel verfolgt dagegen das im Themenbereich Bildung ausgezeichnete Projekt "Kölns Grünstes". Hier sollen Kölner Stadtviertel regelmäßig anhand von festgelegten Kriterien auf ihre Qualität in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit untersucht werden. Als öffentlicher und über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommener Wettbewerb soll „Kölns Grünstes“ den aktuellen Stand der Nachhaltigkeit in der Stadt transparent machen, zur dauerhaften Verankerung des Themas in der Bevölkerung beitragen und konkrete Verbesserungen durch einzelne Bürger oder durch politisches Handeln anregen. Es soll das Image von Köln als liebens- und lebenswerte Stadt mit starkem Bürger-Engagement und hohem ökologisch-sozialen Bewusstsein stärken.

Einem großen Zukunftsproblem widmet sich schließlich die fünfte ausgezeichnete Idee "Agentur für Wechsel" im Themenbereich Stadtentwicklung. In vielen der Kölner Vororten („die alten Gartenstädte“) ist die zunehmende Alterung der Bewohner ein wachsendes Problem. Energetische Sanierungen und damit Klimaschutz von Seiten der Eigentümer unterbleiben oft, weil es in der eigenen Lebenszeit sich nicht mehr lohnt und beim Sanieren für die Kinder unklar ist, wie sich Fördermittel übertragen lassen. Auch in sozialer Hinsicht besteht in diesen Stadtvierteln ein Unsicherheitsfaktor. Beispielsweise wird der Wechsel in neue Formen des Mehrgenerationenwohnens oft erwogen aber ohne konkretes Angebot im eigenen Viertel nicht tatsächlich verwirklicht. Ähnlich verhält es sich mit der Bekanntmachung gemeinschaftlicher Nutzungen zu groß gewordener Gärten u.v.m. Vorgeschlagen wird die Erprobung einer Agentur für Wechsel, die im Stadtviertel als Erstkontakt- und Beratungsstelle für die Bewohner fungieren soll, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu ermöglichen.

Drei besondere Hervorhebungen gingen schließlich an Vorhaben, die zur Bildung eigenständiger Projekte angeregt werden sollten. Zum einen an den Vorschlag der schrittweisen Umsetzung eines klimaneutralen Stadtteils "CO2-freies Ehrenfeld" und des weiteren an die Konzeptentwicklung "Ausgleichsmaßnahmen in der Bauleitplanung", die ein Verfahren vorschlägt wie Grünflächen in Form von Gründächern als Ausgleichsmaßnahmen in der dicht bebauten Innenstadt anerkannt werden können (bislang bestehen Ausgleichsmaßnahmen meist in Baumpflanzungen weit außerhalb der Innenstadt). Das dritte im Bunde ist schließlich ein sehr ausgefeiltes Konzept, den Stadtteil Deutz autofrei zu entwickeln („Stadtraummanagement Deutz“), die freiwerdenden Stellflächen mit Bepflanzungscontainern zu versehen und eine Shuttlebuslinie zu einem neuen Stadtteilparkhaus einzurichten.

Die Ausstellung ist bis zum 27.12. 2011 zu den Öffnungszeiten des technischen Rathauses  zu sehen und soll dann in weiteren Kölner Stadtteilen gezeigt werden.

 

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