Wettbewerbsnachteile durch REACh vermeiden - KATALYSE-Tagung gibt Hilfen für Unternehmen
Köln, den 29.11.2007: Die Dokumentation der REACh-Veranstaltung vom 20. November 2007 in Frankfurt/Main mit zahlreichen Experten aus Politik, Verbänden und Unternehmen ist ab sofort beim KATALYSE Institut erhältlich. Die Tagungsergebnisse zeigen, wie Unternehmen die ersten Schritte der betrieblichen REACh-Umsetzung bewerkstelligen können.
Einig darin waren sich die Experten, dass es aktuell an der Zeit ist, die Umsetzung von REACh mit der Erstellung einer unternehmenseigenen Stoffinventarliste zu beginnen. Dies gilt sowohl für Hersteller, Importeure aber auch für die so genannten nach geschalteten Anwender. Die Einordnung der Stoffe und der zugehörigen Sicherheitsdatenblätter erfordert zwangsläufig die Kommunikation nach unten und oben in der Wertschöpfungskette - d.h. zu Lieferanten und Abnehmern. Das Sicherheitsdatenblatt ist dabei das zentrale Instrument der Kommunikation.
Hersteller und Importeure von Chemikalien unterliegen einer Vorregistrierungs- und Registrierungspflicht. Anwender müssen v.a. prüfen ob Ihre Einsatzzwecke von Stoffen und Zubereitungen von den entsprechenden Herstellern unterstützt bzw. als sicherer Verwendungszweck beschrieben sind. Mit Hilfe der Stoffinventarliste können die Stoffe identifiziert werden, für die eine Vorregistrierung bei der Europäischen Chemikalienagentur vorgenommen werden sollte. Bei der Vorregistrierung ist spezielles Augenmerk auf die Kandidatenliste besonders besorgniserregender Stoffen zu legen, um festzustellen, welche Stoffe und Zubereitungen zukünftig möglicherweise substituiert oder für welche Stoffe umfangreiche Stoffdaten notwendig sind und vorhandene Datenlücken geschlossen werden müssen. In der Konsequenz sind möglicherweise Zubereitungen zu reformulieren oder gar Verfahrensumstellungen im Produktionsprozess in Angriff zu nehmen. Spezialchemikalien mit geringen Herstellungsmengen werden aufgrund von Kostensteigerungen durch REACh teilweise nicht mehr wirtschaftlich produziert werden können, so dass andere Chemikalien und Zubereitungen für bestimmte Anwendungszwecke gesucht werden müssen. So hat beispielsweise auch die Biozid-Richtlinie gezeigt, dass seit September 2006 von 1.000 Bioziden rund 800 vom Markt verschwunden sind.
Die Stoff-Vorregistrierung sollte in jedem Fall großzügig ausfallen, da die Unternehmen bis Dezember 2008 ihre Stoffe kostenlos registrieren lassen können. Wer diesen Zeitraum verpasst, wird bei Registrierung je nach Jahresverbrauch zwischen 5.000 Euro bis zu drei Millionen Euro zu zahlen haben.
Die vollständige Dokumentation der REACh-Tagung mit allen Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen können Sie hier bestellen:
www.REACh-Tagung.de
Ihr Ansprechpartner:
Frank Waskow, Tel. 0221 – 944 04 8-24, fwaskow@katalyse.de