Willkommen

Das KATALYSE Institut engagiert sich als unabhängiges Forschungsinstitut für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd. Mit einem sozial-ökologischen Forschungsansatz erarbeiten wir Lösungsangebote für gesellschaftliche Problemstellungen. Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen ‘Ernährung und Gesundheit’, ‘Bauen und Wohnen’ und ‘Nachhaltiger Konsum’.
Der Name KATALYSE versinnbildlicht unseren Anspruch, Prozesse zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken. Das KATALYSE Institut versteht sich als Denkfabrik, die zukunftsfähige Konzepte entwickelt und verbreitet.
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AKTUELLES:


Offener Brief – Handlungsmöglichkeiten für die Transformation des Ernährungssystems angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine

Angesichts des Angriffs Russlands auf die Ukraine wurde die Bundesregierung in einem offenen Brief dazu aufgerufen, die Transformation des Ernährungssystems aktiv zu beschleunigen. Der Ukraine-Krieg führt zu steigenden Preisen von Lebensmitteln, Agrarohstoffen und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln. Daraus resultiert eine zunehmende Ernährungsunsicherheit und die damit einhergehende Gefahr der Unter- und Mangelernährung. Auch in der EU steigen sozialen Ungleichheiten in der Ernährung. Daher appellieren die Verfasser:innen des Briefs an die Bundesregierung umgehend eine Strategie und konkrete Maßnahmen-Pakete zur Minderung des Fleischkonsums und -produktion, der Lebensmittelabfälle sowie Nutzung von Bioethanol aus Energiepflanzenanbau umsetzen. Der offene Brief stellt konkrete Handlungsoptionen auf Konsum- und Produktionsseite vor, die kurz- und mittelfristig besonders wirkungsvoll und umsetzbar sind. Das KATALYSE Institut unterstützt dieses Ansinnen.

Den vollständigen offenen Brief finden Sie hier.

Prozessevaluation der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Das KATALYSE Institut wird im Rahmen von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beauftragten ‚Prozessevaluation der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung‘ Expert:inneninterviews mit ausgewählten an der Strategie beteiligten Schlüsselakteuren führen und im nächsten Schritt die Medienresonanz der nationalen Strategie sowie ihre Wahrnehmung bei politischen Akteuren analysieren. Weiter Informationen zur Prozessevaluation finden Sie hier.

Ernährungswandel zwischen Hunger und Übergewicht

Abbildung 1 Adipositas Prävalenz bei Frauen im Jahr 2016 (eigene Darstellung nach WHO 2017)

Im September 2020 wurden die beiden Vorstandsmitglieder des KATALYSE Instituts vom Chefredakteur der Zeitschrift für die Vereinten Nationen angefragt, ob sie bereit wären, einen Hauptbeitrag für das Sonderheft ‚Blick über den Tellerrand‘ zu verfassen. Hintergrund für diese Anfrage waren ihre Veröffentlichungen zum Thema ‚Globaler Ernährungswandel zwischen Hunger und Übergewicht‘ aus den Jahren 2011 und 2015. Der im Juni 2021 veröffentlichte Beitrag Ernährungswandel zwischen Hunger und Übergewicht weist darauf hin, dass im Zuge des globalen Ernährungswandels traditionelle Ernährungsmuster zunehmend durch einen urban-industriellen Ernährungsstil abgelöst werden und der Anteil tierischer und vor allem hochverarbeiteter Nahrungsmittel stark zunimmt. Dieser Ernährungswandel hat dramatische Folgen für Klima und öffentliche Gesundheit. Zudem vereinen sich Adipositas, Unterernährung und Klimawandel zu einem globalen Problem, vor allem für einkommensschwache Länder, in denen vor allem Frauen von einer doppelten Belastung durch Untergewicht und Adipositas im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Insbesondere bei Frauen, die in ihrer frühen Kindheit einem extremen Nahrungsmangel ausgesetzt waren, nimmt Übergewicht vielfach schneller zu, als Untergewicht zurückgeht (vgl. Abbildung 1).

Besonders betroffen sind Länder wie Ägypten, Marokko, Mexiko und Südafrika, die schnellen Transformationen unterworfen sind und in denen der Einfluss der Globalisierung des Lebensmittelmarktes auf die Ernährungsgewohnheiten verstärkt wirksam wird. Die COVID-19-Pandemie sorgt zudem für eine weitere Verschärfung der Situation und zeigt wie fragil die Ernährungssicherheit wirklich ist.

Näheres zum Beitrag finden Sie hier.

Abschlusssymposium: „Fleischwissen“. Zur Verdinglichung des Lebendigen in globalisierten Märkten (7. -9. Juli 2021)

Fleisch ist Kulturgut. Der Verzehr tierischen Proteins ist eng verzahnt mit der Entwicklung von Mensch und Zivilisation.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „Fleischwissen“ nähert sich den Traditionen und Dynamiken moderner Tierhaltung, Fleischproduktion und -konsumption vornehmlich über den zentralen Aspekt ihrer Materialität. Es fragt, wie Tiere in zunehmend industrialisierten und globalisierten Märkten zu Lebensmitteln, Gebrauchsgütern, ja ganz allgemein zu Dingen werden. Das Symposium stellt die kulturwissenschaftlichen, ernährungs- und innovationssoziologischen Perspektiven, Herangehensweisen und Befunde des Verbundprojekts „Verdinglichung des Lebendigen: Fleisch als Kulturgut“ zur Diskussion und bettet sie ein u.a. über weiterführende Beiträge, Impulse und Kommentare thematisch ausgewiesener Expert*innen in eine Reflexion über Ambivalenzen, Potenziale und Grenzen unseres „Fleischwissens“ im frühen 21. Jahrhundert.

Die Veranstaltung findet digital via Zoom statt. Entsprechende Zugangsdaten werden vor dem Termin zugesandt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung. Kontakt:

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Nordrhein-Westfalen macht einfach – 17 Ideen für eine Welt für Morgen

„Nordrhein-Westfalen macht einfach – 17 Ideen für eine Welt für Morgen“ ist Teil einer 16-teiligen Publikationsreihe mit einer eigenen Ausgabe für jedes Bundesland und beinhaltet einen Beitrag des KATALYSE Instituts.

Sie zeigt Menschen, die die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bereits anpacken und die Möglichkeiten in ihrer Region nutzen, um die Gesellschaft zukunftsfähiger zu machen. Sie liefert Ideen, wie jede und jeder Einzelne zu einer nachhaltigeren Entwicklung beitragen kann.

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Handlungsempfehlungen für die Praxis der Gesundheitsförderung in Kitas und Schulen

Auf Grundlage einer literaturbasierten Übersichtsarbeit zum Thema ‚Gesundheitsförderung und Prävention bei vulnerablen Zielgruppen in Kitas und Schulen‘ hat das KATALYSE Institut Handlungsempfehlungen für die Praxis der Gesundheitsförderung und Prävention in Kitas und Schulen formuliert. Hintergrund ist, dass Menschen, deren soziale Teilhabe unsicher oder beeinträchtigt ist, stärker von gesundheitlichen Belastungen betroffen sind, aber von gesundheitsfördernden und präventiven Interventionen, nur in geringem Umfang erreicht werden. Dies gilt besonders für Kinder, je niedriger der soziale Status, desto geringer sind die Chancen für ein gesundes Aufwachsen. Die in den nun beim GKV-Spitzenverband veröffentlichten Handlungsempfehlungen dargelegten Strategien sollen dabei helfen, dass benachteiligte Kinder, Jugendliche und deren Familien häufiger über gesundheitsförderliche und präventive Interventionen in Kitas und Schulen besser erreicht werden können.

Die Handlungsempfehlungen können Sie hier herunterladen.

Koscherer Wein on Tour – KATALYSE-Veranstaltungen zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Mehr voneinander und über koscheren Weingenuss erfahren.
Miteinander davon kosten, sprechen und gemeinsam zur Musik tanzen!

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Aus diesem bedeutenden Anlass werden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen, Musik, Videoprojekte und Filme ausgerichtet. Mit dem Festjahr soll jüdisches Leben sichtbar und erlebbar gemacht und dem Antisemitismus etwas entgegengesetzt werden. (https://2021jlid.de).

Der offizielle Start ins Festjahr erfolgte am Sonntag, den 21. Februar 2021 mit dem Fernsehbeitrag „1700 Jahre jüdischen Leben in Deutschland“, der um 16:30 Uhr in Das Erste, im deutschen TV-Programm von die Deutsche Welle und auf phoenix ausgestrahlt wurde.

Das Kölner KATALYSE Institut fühlte sich berufen eine kleine, interkulturelle Veranstaltungsserie im Festjahr beizusteuern. Seit mehr als 15 Jahren berät das KATALYSE Institut viele deutsche Weingüter. Da war es nicht weit zu der Idee, Wein als Genussmittel im gesellschaftlichen Miteinander von Juden und Nichtjuden in den Mittelpunkt zu stellen. Koscherer Wein ist in Deutschland zwar erhältlich, führt aber bisher eher ein Nischendasein.

Vor diesem Hintergrund entstand das Motto „Koscherer Wein on Tour“ mit Kulturveranstaltungen in vier großen jüdischen Gemeinden. Im Mittelpunkt steht eine Weinprobe umrahmt von Livemusik! Die junge Songwriterin Lina Kramer sorgt für die musikalische Begleitung der Weinprobe. Referenten sind geladen, um historische und zeitgenössische Fragen rund um Koscheren Wein zu beantworten und mit den Gästen zu diskutieren. Ein besonderes Highlight ist die Düsseldorfer Band The Beatleøns, die mit interkulturellen Genres begeistert.

Koscherer Wein on Tour findet am 30.09.2021 im Weltkunstzimmer in Düsseldorf statt, ein Ort zum Leben, Austauschen und Experimentieren. Weitere Veranstaltungsorte sind Berlin (16.06.21), Frankfurt/M. (31.08.21) und München (01.09.21).

Weitere Infos: https://koscherer-wein-on-tour.de

Förderung Nachhaltigkeit im Weinbau: EcoStep als weiterer Zertifizierer anerkannt

„Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten wächst. Mit einem entsprechenden Zertifikat können Betriebe ihre Wirtschaftsweise dokumentieren und so eine zunehmend umweltbewusstere Kundschaft besser erreichen. Neben FairChoice und Fair and Green erfüllt auch EcoStep unsere Kriterien zur Förderung von Weinbaubetrieben, die besonders nachhaltig wirtschaften“, sagte Weinbauminister Dr. Volker Wissing. Ziel der im Mai 2020 eingeführten Förderrahmens Nachhaltigkeit im Weinbau (FöNaWein) sei es, gerade kleinere Betriebe zu unterstützen. „Wir wollen den Kundinnen und Kunden dabei helfen eine umweltbewusste Kaufentscheidung zu treffen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Unternehmen verbessern“, sagte Wissing.

Anders als bei den Bio-Siegeln spielen bei den geförderten Zertifizierungen neben Umweltbelangen auch soziale sowie ökonomische Aspekte eine Rolle. Winzerinnen und Winzer, die ihren Betrieb in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht nachhaltig gestalten wollen oder dies bereits tun, sollen unterstützt werden. Dazu gehören Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz, faire Arbeitsbedingungen, soziales Engagement und ein solider Finanz- und Wirtschaftsplan. Eine betriebswirtschaftliche Beratung ist ebenfalls vorgesehen. Die Förderung erhalten Weinbaubetriebe, die sich von anerkannten Anbietern zertifizieren lassen.

Antragsberechtigt sind Klein- und Kleinstunternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz, die bis zu 10 ha Rebfläche bewirtschaften oder eine Weinmenge (Flaschenvertrieb) von bis zu 70.000 Litern produzieren. In Rheinland-Pfalz betrifft dies etwa 5.000 Betriebe.

Kontakt:

KATALYSE Institut
EcoStep – Managementsystem Wein
Andrea Bartelmeß / Hans Moll-Benz
Tel. 0211-682226

Lindenstraße 240, 40235 Düsseldorf 
www.ecostep-wein.de